Textversion

Suchen nach:

Allgemein:

Startseite

Die Berliner Festwochen traten diesmal mit etwas ganz Besonderem an uns heran: es handelte sich um die Uraufführung eines Singspiels von Giacomo Meyerbeer im Rahmen einer Soirée zu dessen 200. Geburtstag. Das Werk hatte den Titel "Das Brandenburger Thor", das eigentlich schon 1814 zur Wiederaufstellung der Quadriga auf das Brandenburger Tor erklingen sollte, nachdem Napoleon sie als Kriegsbeute nach Paris geschafft hatte und Blücher sie nach dem ersten Sieg über die Franzosen wieder hatte zurückbringen lassen. Die Kritiker konnten sich nicht über den Wert dieser Uraufführung einigen. Sie sprachen von "Ein Wurf!" und "einfallreicher Festtags-Soirée" mit Gert Westphal als "honorigem Sprecher" oder äußerten sich geradezu unfreundlich, z. B. mit Bemerkungen wie "die Berliner Hymnentafel, der die Fräcke besser sitzen als die Stimmen, ...".

Eine Idee, die ich schon lange im Kopf hatte, wurde in diesem Jahr endlich realisiert. Das traditionelle November-Konzert trug den Titel: "Starckdeutsches Wunschconcert". Matthias Koeppel war also auch beteiligt. Aus über 50 Titeln konnte sich das Publikum Lieder und aus etwa 90 Titeln Gedichte durch Losverfahren wünschen. Es war ein voller Erfolg.

Noch einmal fuhren wir zum Hessischen Rundfunk und beteiligten uns an zwei Veranstaltungen unter dem Motto "Allerlei Radau". Manfred Kleber verließ uns am Ende des Jahres und bis 1993 mußten wir so mit zwei 2. Tenören auskommen.